Weltbilder in Wort und Bild von Martin Rey

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Phnom Penh, Kambodscha 2017
Kambodscha stand seit den 60er Jahren bis in die 90er Jahre fast immer im Krieg. Destabilisierten und bombardierten vorerst die Amerikaner das Land als "Kollateralschaden", geriet es 1975 unter die Herrschaft der sozialistischen Roten Khmer, denen rund ein Viertel der Kambodschaner zum Opfer fiel. Nach dem Sturz der Roten Khmer ging das Leiden allerdings weiter, da sich die Roten Khmer noch jahrelang einen Bürgerkrieg mit der Armee lieferten.

Kambodscha hat deshalb eine sehr junge Bevölkerung und auch viele Strassenkinder. Das Mädchen auf dem Bild hat allerdings noch eine Mutter, die lachend im Hintergrund zu sehen ist.

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Kung Nang, Kambodscha 2017
Kung Nang ist nur über eine nicht asphaltierte Strasse erreichbar, die in der Regenzeit (beinahe) nicht befahrbar ist. Strom gibt es erst seit Kurzem und so vermischen sich in diesem Dorf Tradition und Moderne. Das eine Kind spielt mit einem Handy, das andere dreht sich weg, da in diesem Dorf noch der Glaube vorherrscht, dass mit der Kamera Seelen gestohlen werden.


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Kung Nang, Kambodscha 2017
Im Dorf laufen überall Schweine frei herum, das Leben scheint wie seit Jahrhunderten ruhig und besonnen vor sich hin zu plätschern, wären da nicht zwischendrin Dinge wie diese Comicfigur zu finden, die an die wohl enormen Veränderungen erinnern.



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Kung Nang, Kambodscha 2017
Zugangsstrasse zur beginnenden Regenzeit
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Kung Nang, Kambodscha 2017
Eine Benzinpumpe.


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Kung Nang, Kambodscha 2017
Die Wasserstelle von Kung Nang wurde von einer Hilfsorganisation eingerichtet. Von hier muss das Wasser einen kurzen, aber steilen Hang hinauf ins Dorf transportiert werden. Was man deshalb gleich hier erledigen kann, wird auch hier erledigt, wie das Waschen der wenig traditionellen Kleidung.

Rund um die Wasserstelle liegt leider allerhand Müll, die Ankunft in der Moderne hat definitiv ihre Nebenwirkungen.

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Kung Nang, Kambodscha 2017
Waschtag.

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Kung Nang, Kambodscha 2017
Waschtag.

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Phnom Penh, Kambodscha 2017
Vor wenigen Jahren bedeutete die Regenzeit Stillstand in vielen Gegenden Kambodschas. Der Weg von einer abgelegenen Provinz in die Hauptstadt konnte während der Regenzeit mehrere Tage bis sogar mehrere Wochen dauern - und das selbst vom Provinzhauptort. Inzwischen wurde trotz (oder gerade wegen?) grassierender Korruption viel in die Infrastruktur investiert.
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Choeung Ek, Kambodscha 2017
In Kambodscha fand von 1975-1978 der vielleicht schlimmste Völkermord am eigenen Volk statt. Die kommunistischen Roten Khmer wollten eine neue Gesellschaft errichten. Um dieses Ziel zu erreichen wurden Familien auseinandergerissen, liess man Menschen vorsätzlich verhungern, wurden all jene hingerichtet, die angeblich noch dem "alten Denken" verhaftet gewesen sein sollen.

Durchgeführt wurde der Massenmord von der angeblich unfehlbaren Partei "Ankar". Beim leisesten Verdacht wurden Menschen hingerichtet - oder inhaftiert. Da "Ankar" unfehlbar sein sollte, konnte auch niemand "unschuldig" inhaftiert worden sein, weshalb im Foltergefängnis S21 willkürliche Geständnisse erpresst wurden. Freigelassen wurde kaum jemand - fast alle wurden nach Folter und Geständnis in Choeung Ek hingerichtet und in Massengräbern verscharrt.

Das Bild zeigt den Stupa, der als Erinnerungsstätte in Choeung Ek errichtet wurde - und eine Palme, die vermutlich schon zur Zeit des Völkermords dagestanden ist. Wohl nicht an diesem Baum, aber dafür an anderen wurden Kinder getötet, indem sie gegen den Stamm geschlagen wurden.


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Phnom Penh, Kambodscha 2017
Blick aus einem Fenster des Foltergefängnisses S21.


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Choeung Ek, Kambodscha 2017
Bild von den "Killing Fields" nahe Phnom Penh. Gegen diesen Baum wurden Kinder geschlagen, um sie zu töten.
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Choeung Ek, Kambodscha 2017
Bild von den "Killing Fields" nahe Phnom Penh. Diese Kleider stammen aus den Massengräbern und liegen "offen" im Bereich, den man auch besuchen kann.

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Choeung Ek, Kambodscha 2017
Bild von den "Killing Fields" nahe Phnom Penh. Diese Totenschädel sind in einem Stupa aufgeschichtet und stammen alle aus den Massengräbern, die rund um den Stupa zu finden sind.


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Phnom Penh, Kambodscha 2017
Auch im direkten Gespräch wurde mir gegenüber oft die grassierende Korruption angeprangert, die in Kambodscha herrscht. Das Land wird seit 1985 von Hun Sen regiert, der sogar mal zu den Roten Khmer gehört hatte. Am Völkermord soll er sich aber nicht beteiligt haben. Gleichwohl ist Hun Sen als Machtpolitiker bekannt, der gerade auch im Jahr 2017 vehement gegen die Opposition vorgeht.

In Phnom Penh sieht man sehr wenige Mittelklassewagen. Entweder fährt man einen fetten SUV oder sogar einen Rolls Royce oder man geht zu Fuss oder fährt Moped. Ein Sinnbild für die vorherrschende Korruption.

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Phnom Penh, Kambodscha 2017
Kambodscha stand seit den 1960er Jahren bis in die 90er Jahre fast immer im Krieg. Insbesondere die Schreckensherrschaft der Roten Khmer, der ein Viertel der Kambodschaner zum Opfer fiel, prägt das Land bis heute.



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